Montag, 18. September 2017

Im kalten Blau

 entfaltet sich hier fast so etwas wie eine Gletscherlandschaft.

Tusche, Ölpastellkreiden, Acrylfarben auf farbigem Karton

Ich war fast die ganze Woche abgetaucht, um mich ganz intensiv mit Diane Culhane zu beschäftigen. Aber zwischendurch hatte ich an einem (leider) verregneten Nachmittag sehr netten Besuch von meiner bloggenden Namensvetterin. Sie hat Blumen mitgebracht, und die tun heute in der Vormittagssonne endlich das, was Sonnenblumen am besten können - leuchten.


Mein Kaffee war, zugegeben, zu stark ausgefallen (rabenschwarz sozusagen), aber das Gespräch war lebendig und inspirierend, und ich bin sehr froh, dass wir uns über Mailart und Bloggen kennengelernt haben. Danke, liebe Elvira, es war total schön, dass Du hier warst.

Mittwoch, 13. September 2017

spazieren

Die Arbeit an der Übersetzung von Diane Culhanes Buch (s. hier) führt dazu, dass ich immer mal wieder etwas ausprobiere. Hier darf in Anlehnung an Paul Klee ein Punkt über die Seite spazieren.

 Weißer Gelstift und Buntstifte auf Packpapier
 
 Wasserfarben und Buntstifte im Kritzelbuch

Buntstifte auf grauem Papier (mit Gesso geweißelt)

Zur Nachahmung wärmstens empfohlen!

Montag, 11. September 2017

Aarhus

Ein langes Kulturwochenende in Aarhus. Von Diane Culhane habe ich die Anregung aufgegriffen, auf Post-its zu kritzeln (z.T. nachträglich ein wenig koloriert). Das hat mir in diesen drei Tagen sehr viel Spaß gemacht.


Erster Halt MOMO -  Moesgaard Museum.  Der Ausblick an diesem Tag war bescheiden, aber die Architektur des Gebäudes ist der Hammer. Eigentlich kann man vom Dach das Meer sehen. Am Freitagvormittag leider nicht ...



Campingplatz mit Meerblick. Mittags endlich Sonne. Am Samstag zu Aros. Wie das so ist mit Museen, alles viel zu viel: zu viele Exponate, zu viele Eindrücke, zu viele Räume, Bilder, Videoinstallationen, Treppen, Menschen -- nach zwei Stunden war ich platt. Aber sehr beeindruckend. Innen wie außen. Tolle Ausstellungen, einen zweiten, dritten und vierten Besuch auf jeden Fall wert.



Auf dem Rainbow Walk wurde mir ein bisschen übel. Dass die Welt so in Farben taucht, wenn man hindurchgeht, war wohl für meine Augen und meine vom vielen Gucken und Verarbeiten inzwischen arg strapazierten Hirnzellen nicht mehr zu bewältigen.



Am Sonntag auf der Fahrt durch die Stadt noch einen tollen Blick erhascht. 


Ja, am Sonntagmorgen schien die Sonne. Später dann nicht mehr. Botanischer Garten mit Palmenhaus. Sehr heiß. 


In einem Baum mit ausladenden Ästen hing Kunst.


Und was in diesen Vitrinen zu sehen war, hat mir auch gefallen, die Wunderkammer von Karin Lorentzen. 


Ich glaube, sie taucht Blätter in dünnflüssigen Gips. Hat was. 

Auf dem Heimweg dann noch ein Abstecher nach Christiansfeld. Absolute Reißbrettarchitektur, 1773 gegründet als Siedlung der Herrenhuter Brüdergemeine.  


Auf der Suche nach dem Grabmal der Kammerherrin Christina Friederica von Holstein (1741–1812) im dichten Wald der kleinen "Park"anlage Christinero bin ich dann zum x-ten Mal in diesen drei Tagen patschnass geworden. Oje. Aber schee war's scho.


Donnerstag, 7. September 2017

Herbarium

Ein Künstlerbuch ist entstanden. Mein ganz persönliches Gelatinedruck-Herbarium. Ich liebe Gelatinedruck mit Pflanzenteilen, Blättern, Halmen und Stielen.


Mit Kreditkarten-Farbschaben auf Blättern (ca. A6), auf denen schon etwas Unfertiges war, und Gelatinedruck fing es an. Kräftige Farben, alle getrockneten Pflazenteile vom letzten Jahr, die schon auseinanderfielen, wurden verarbeitet.



Dann war plötzlich gegen Ende noch zu viel Gelb und Orange auf der Palette und ich habe schnell ein paar Buchseiten zum Bedrucken herausgesucht.


Und anschließend alles auf einen Bogen Japanpapier  geklebt und wieder auseinandergeschnitten.


Es gesellten sich einige Gelatinedrucke von einem anderen Projekt dazu, die noch irgendwo lagen und auf die Weiterverarbeitung warteten und vom Farbschema einfach zu gut passten. Gefalzt und zusammengelegt, harrten die Lagen dann der Dinge, die noch kommen sollten.


Der gelbe Stoff war mir am Ende zu blass, und ich habe einen Streifen Leinwand (von einem Block, glaube ich) passend bemalt.


Und so sieht's innen aus ...










Ja, da juchzt es in mir. Ich könnte ausflippen darüber, wie es sich zusammenfügt, kommuniziert, korrespondiert und einfach schön aussieht. Abstrakt und doch irgendwie auch ein Stück konkret, ein Stück aus der realten Welt. Wie die Farben sich ergänzen und beleben und Spannung erzeugen. Mein ganz persönliches Herbarium. Kunst macht glücklich. Kunst machen auch. Kleine, feine Farbenkunst im Format 16,5 x 11 x 2,3 cm.

Mittwoch, 6. September 2017

Der Himmel über Rømø

Zwei Wahnsinnstage auf Rømø, Sonne, Wind, Himmel pur. Und am Abend auf der einen Seite der Mond ...


... während sich auf der anderen Seite mit Pomp und Gloria die Sonne verabschiedet.


Und zu Hause ein Buch im Werden. Ja, es fiel mir schwer, es zwei Tage allein zu lassen. Ein Projekt, bei dem es mir in den Fingern kribbelt und in meinem Bauch Juchzer aufsteigen. Manchmal finden die Dinge einfach ohne viel Zutun zusammen. Vielleicht kann ich morgen schon mehr zeigen, bevor ich mich dann auf den Weg nach Aarhus mache.



Montag, 4. September 2017

Urlaub

Hier ist es gerade ein wenig ruhiger, weil ich Urlaub habe und zwar nicht verreist bin, aber doch viel unterwegs, am Strand, am Seeufer, im Museum, in der Stadt, bummeln, shoppen, gucken, zeichnen. Zwischendurch die Gelatineplatte rausgeholt. Und sehr viel Spaß gehabt.



Und ich hab Post bekommen.


Tabeas Katze, die sie hier schon zeigte (ankündigte), hat eine Woche länger gebraucht, weil in der Postleitzahl ein Zahlendreher war. Ich wäre der Briefträgerin am Samstag vor Freude beinahe um den Hals gefallen, als sie mir den Umschlag reichte, denn ich hatte schon befürchtet, die wunderschöne Ergänzung fürs Minibücherregal wäre irgendwo unterwegs verloren gegangen. Und die zauberhafte Zeichnung ist von Eva, die ich bald auch live kennenlernen werde. Vielen herzlichen Dank Euch beiden, Freufaktor 10 (mindestens)! 

Sonntag, 27. August 2017

Besuch in Noldes Garten


Es war viel los gestern in der Nolde Stiftung in Seebüll, obwohl man bei den letzten Kilometern denken könnte, man kommt ans Ende der Welt (was ja auch gewissermaßen stimmt, denn abgelegen ist es auch heute noch), aber nach einem Rundgang durch die aktuelle Ausstellung haben wir doch ein Gartenplätzchen zum Blumenmalen gefunden. Und zwei weiße Klappstühle, très chic.


Meine Aquarelle sind mal wieder eher zart ausgefallen. J. hat da kräftiger zugelangt. Noldemäßiger sozusagen.



Ich hab's probiert. Ich krieg's nicht hin. Es suppt nur zu. Und das zeige ich hier jetzt mal nicht.


Zustimmen kann ich dieser Aussage auf einem Plakat.


Schauen, sitzen, innehalten, still werden, in Farben rühren, so richtig runterkommen. Ich fand es sehr entspannend. Und so folgen noch ein paar eher zarte Schönheiten. 

 

Und am Abend aus allen Prospekten, Eintrittskarten, Armbändchen Nolde-Collagen geschnipselt.



Das war der zweite Nolde-Besuch, ein paar Möglichkeiten stehen in diesem Jahr noch offen, s. hier.