Samstag, 19. Mai 2018

Haus im Grünen II

Acryl auf Karton 29 x 42 cm

So sehen die Häuser und "Bratpfannenbäume" (O-Ton Nils) also aus, wenn sie "fertig gemalt" sind.

Acryl auf Karton 29 x 42 cm

Ich kann mich nicht entscheiden, ob mir die buntere oder die reduziertere Version besser gefällt, aber in schmalen weißen Rahmen an der Wand ergeben die vier eine richtig schöne Serie.

Ein bisschen Farbe bleibt ja immer auf der Palette übrig, gerade genug für ein paar Postkarten.


Schöne Pfingsten!

Donnerstag, 17. Mai 2018

Haus im Grünen

Gestern Abend nach monatelanger Abstinenz endlich wieder zu den Kreativen nach Bordesholm, die sich seit 25 Jahren alle zwei Wochen zum "gemeinsam bildnerisch experimentieren" treffen. (So lange bin ich noch nicht mit von der Partie, aber inzwischen doch immerhin schon drei Jahre - am 21. Mai 2015 war ich, wenn ich meinem Kalender Glauben schenken kann, zum ersten Mal dabei.) Ich empfinde es als unglaublich schön und ungeheuer bereichernd, so einer Gruppe kreativer Menschen anzugehören.

Gestern waren wir zu sechst, und es wurde mit Linol gedruckt, aquarelliert, mit Acrylfarben und Gouachefarben gemalt und mit Keramifarben und Essig-Kasein-Backpulver-Kleber experimentiert, und Clara Schumann bekam ein Gesicht (Ölfarben).


Eigentlich sind sie ja noch nicht fertig. Aber irgendwie gefallen sie mir auch so. Mal schauen.


Donnerstag, 10. Mai 2018

Gewitterschwüle

zieht rot und drückend über das Land und legt sich glühend und schwer auf all das frische Grün. Auf Tier und Mensch.


Freitag, 27. April 2018

Alle Vögel fliegen hoooooch

Über die Maßen entzückt über Geninne D. Zlatkis' wunderbare Vögel habe ich dieser Tage noch ein bisschen gebastelt.


Zwei oder drei Piepmätze machen sich (vor dem 1. Mai) auf den Postweg zu lieben Menschen, und deswegen verlinke ich den Beitrag schnell noch mit den Haupt-Frühlingsboten.

Ich liebe die Vögel von Geninne so sehr, dass ich es kaum erwarten kann, mit diesem Puzzle anzufangen. Ist das nicht einfach nur wunderschön?


Mittwoch, 25. April 2018

laufen lassen



Die Farben sind uralt (so alt, dass manche Pipettengummis total vertrocknet sind = über 30 Jahre!). Als Studentin habe ich schwarz/weiß fotografiert und hatte Spaß daran, einzelne Elemente in den Bildern bunt zu kolorieren. Dafür gab's diese wunderschönen Eiweißlasurfarben (die für für meine damaligen Verhältnisse ein Vermögen kosteten, aber jeden Pfennig wert waren).


Große Bögen weißes Papier (60x80) - getropft, gepinselt, laufen lassen. Was dann passiert, passiert von selbst.






Pure Farbmagie.

Dienstag, 24. April 2018

Danke

sagen möchte ich noch einmal allen für ihre Genesungswünsche: in den Kommentaren, persönlich, telefonisch und per Post. Euer aller Unterstützung hat mir in den langen Wochen sehr gut getan.

Große Freude, als ich Anfang Januar zu den Glücklichen gehörte, die von Fiona Dempster - deren Blog ich mit großem Vergnügen lese - mit einem giveaway bedacht wurden. Da war noch nicht zu ahnen, welche tiefe Wahrheit für mich in diesen drei Kärtchen stecken würde.


Geh behutsam mit der verletzten Hand, nimm sie an, sei freundlich zu ihr, gib die Hoffnung nicht auf, dass alles wieder ins Lot kommt. Thank you so much, Fiona, you couldn't have done better.

Eva, der ich in den letzten Wochen neugierig beim Walzendrucken, aussäen, Ostereiermalen und Flohmarktfinden über die Schulter geschaut habe, hat mich mit einem Wohin-geht-der-Blick-Leporello beschenkt. Nach vorn natürlich. Auch darüber habe ich mich sehr gefreut. Danke, liebe Eva.


Bei Ulrike, bei der ich ebenfalls sehr häufig reinschaue (ich wäre sooo gern beim Kalligrafieworkshop dabeigewesen ..), habe ich im März eine bunte Mona gewonnen. Cool, oder? Danke, liebe Ulrike.


Und meine liebste Nichte (ohne Blog, aber wer weiß ...) hat mir diese süße Karte gebastelt. Wenn das mal kein Trostpflaster ist. Danke, Liebes.




Freitag, 20. April 2018

Mit links

habe ich dieses Blatt gekritzelt, noch im Krankenhaus, am Tag nach der OP:


ABER, es ist ein Riesenunterschied, ob man aus Spaß mit der nichtdominanten Hand zeichnet, um es auszuprobieren oder damit zu spielen, oder ob man die dominante Hand über viele Wochen zu gar nichts gebrauchen kann. Ehrlich. Ein paar Wochen später ging's dementsprechend auch richtig chaotisch zu (ob mit rechts oder links, weiß ich gar nicht mehr):


Viel gelesen habe ich in den letzten Wochen auch über Vögel.


Und auch Bildmaterial gesammelt (vor allem historisches in Form von alten Quartetten, Briefmarken und Sammelalben).


Von da ist der Weg nicht mehr weit zu ihr. Und ihrem bald erscheinenden Buch. Davon im allerweitesten Sinne inspriert, sind dann über Ostern mit Hilfe einer speziellen Schere (frau weiß sich ja zu helfen ...) ein paar Vögel ins Kritzelbuch gehüpft.


Und dann war ich kürzlich noch im Zoologischen Museum in Kiel, Vögel zeichnen (die halten da so schön still ... Außerdem zeichne ich unglaublich gern in Museen). Mit griffigem Werkzeug mit rechts!

 




Mittwoch, 18. April 2018

drei Monate oder ...

... vom Regen in die Traufe oder
... ein Unglück kommt selten allein ...

Vier Wochen nach dem Sturz, bei dem ich mir das rechte Handgelenk gebrochen habe, schwoll die Hand über alle Maßen an und war berührungsempfindlich und schmerzte ohne Ende, vor allem nachts. Diagnose: CRPS. Das ist schmerzhaft. Das dauert. Das legt eine wie mich (Rechtshänderin, Schreibende - mit Tastatur und Stift - und Haus- und Gartenbesitzerin) vollkommen lahm. Das erfordert SEHR viel Geduld und die richtigen Helferinnen und Helfer.


Was habe ich die drei Monate getrieben? Ganz viele Puzzles gelegt, zahllose Bücher gelesen, sämtliche Mediatheken rauf und runter und fette DVD-Serien-Boxen angeschaut. Mich in Geduld geübt. Und dann noch Ergotherapie, Lymphdrainage, manuelle Therapie, Cranio, Homöopathie, Therapieknete, Spiegeltherapie, Rapsbad, Trockenerbsenbad, Quarkumschläge ...

Irgendwann dachte ich mir, Kleister pinseln und Schnipsel arrangieren geht vielleicht auch mit links. War eine ziemliche Sauerei, hat aber sehr viel Spaß gemacht. Leo hatte wohl die Hoffnung, ich könnte irgendwo darunter ein Futterbröckchen versteckt haben ...


Die Blätter sind auf beiden Seiten bearbeitet, und die Hälfte der Seiten ist mit Weiß abgedämpft - gerollt, gedruckt, gepinselt. Da wird wohl mal ein Buch draus, aber erst später.

Und wie geht's weiter? CRPS, sagte der Arzt heute, braucht ein Jahr. Das ist die Perspektive, mit  der ich mich auseinandersetzen muss. Es geht weiter, aber in sehr kleinen Portionen / Schritten. Und ich übe mich weiter in Geduld.

Dienstag, 13. Februar 2018

Rekonvaleszenz



Das ist ein Prozess. Und der ist sehr langwierig. Nach dem Sturz eine Woche lang mit Gips auf die OP warten. Da ist alles gut gegangen. Ohne Vollnarkose. Da war ich, wie ich finde, sehr mutig. Aber es war auch cool, zu hören, was die da machen. Zwölf Tage nach der OP wurden die Fäden gezogen. Das ist jetzt eine Woche her. Seither wird das Gelenk mit einer Schiene geschützt und gestützt, die ich zum baden, cremen, bürsten und vor allem zum üben abnehmen kann. Die Hand ist noch sehr geschwollen, sehr unbeweglich, Finger und Handgelenk steif. So richtig gut geht da noch lange nichts. 
Diesen Text diktiere ich, das ist etwas ganz Neues. Normalerweise denke ich beim tippen mit den Händen. So entstehen auch meine Übersetzungen. Jetzt übe ich etwas Neues ein, wer weiß, wohin es führt.


Habt ganz vielen Dank für die herzlichen Genesungswünsche, über die ich mich sehr gefreut habe. Es wird leider noch eine ganze Weile dauern, bis ich hier etwas Neues zeigen kann. Da müsst ihr jetzt genauso viel Geduld haben wie ich. Fällt mir schwer. Aber auch das übe ich, jeden Tag.

Samstag, 20. Januar 2018

Das wird wohl eine längere Pause

... denn am Donnerstag bin ich im Schnee ausgerutscht und habe mir das rechte Handgelenk gebrochen. Wird nächste Woche operiert, und dann sehen wir weier. An Bücher nähen und Papiere falzen ist erst mal nicht zu denken. Und Tippen mit Links ist auch sehr anstrengend. Und fehleranfällig. Bis in ein paar Wochen! Ganz herzlich, Eli

Mittwoch, 17. Januar 2018

Verwaist

ist der Blog seit zwei Wochen. Da ist uns ein wenig das Leben dazwischengekommen.

Die Zutaten: eine kalte Winternacht, ein See (Wassertemperatur 3 Grad), eine dünne Eisschicht (0,5 cm), ein frischer Morgen (Lufttemperatur -4 Grad), ein Kater, der die neue Landschaft hinter dem Steg ganz wunderbar findet, und aufs Eis läuft. Und einbricht. Untertaucht. Nach einer schier endlosen Zeit endlich wieder hochkommt. Eine Frau, die ihn rausholt. Dafür bis zu den Achseln ins Wasser steigt. Und sich am Eis das Schienbein aufschneidet. Und vom Kater, der schrecklich durcheinander ist und voller Panik, auf dem Heimweg ins Gesicht gebissen wird.


Es hat ein bisschen gebraucht, aber wir sind wieder wohlauf. Und das dank einer wunderbaren Tierarztpraxis, eines tollen Arztes im Krankenhaus, der gut nähen kann, weiterer fantastischer Unterstützung durch Nachbarin/Freundin, Homöopathin und Hausärztin. Denen ich hier noch einmal allen aus ganzem Herzen danken möchte: D A N K E !

Bald gibt's auch wieder Neues aus dem Atelier. Versprochen.

(Und nein, das Foto vom Steg ist nicht an dem betreffenden Morgen entstanden, es fand sich noch im Archiv. Aber von da ist er aufs Eis, der dumme kleine Kater.)

Donnerstag, 4. Januar 2018

mehr Monoprint


Auch diese Serie aus drei alten Buchseiten ist beim Monoprint-Workshop entstanden. Eva wollte mehr zur Technik wissen. Also, was haben wir gemacht?
Als Druckplatte diente eine Plexiglasscheiben, gedruckt wurde mit Linoldruckfarben. Die Farbe wird mehr oder weniger dick auf die Platte gerollt und mit Papier wieder abgenommen. Damit nicht nur eine einfarbige Fläche entsteht, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Vor dem Abnehmen der Farbe mit Papier 
- in die feuchte Farbe auf der Platte Linien ziehen oder andere Marks aufbringen
- Schablonen (etwa. Papierstreifen, Schnüre, alles Mögliche) auflegen

Bei den grauen Streifen auf dem obersten Blatt habe bin ich mit einem breiten Kamm durch die feuchte Farbe auf der Druckplatte, bei dem unteren Blatt war das Werkzeug eine Haarbürste.

Bei dem mittleren Blatt habe ich die (nicht eingefärbten) Buchstabenstempel in die weiße Farbe auf der Druckplatte gedrückt, sodass dort das Weiß heller war. Dann habe ich die "eingeweißten" Buchstaben auf die bedruckten Blätter aufgestempelt.


Man kann auch das Papier ganz behutsam auf die eingefärbte Druckplatte auflegen und auf die Rückseite etwas zeichnen, z.B. mit Kugelschreiber. Dann nimmt das Papier mehr oder weniger nur dort Farbe an, wo ich mit dem Kugelschreiber Druck ausübe (und da, wo die Hand aufliegt!). Wie die blauen Kringel. Ist die Farbe auf der Druckplatte allerdings zu fett, kann der Druck mit dem Kugelschreiber auch die Farbe verdrängen und es kommt eine hellere Linie mit dunkleren farbigen Rändern heraus. (Diese Technik wird auch hier gezeigt.)

Gedruckt wird in einer oder in mehreren Schichten, wie beim Gelatinedruck. Und dann heißt es eigentlich nur: Ausprobieren. Überhaupt sind die Verfahren ja ähnlich, ob meine Druckplatte eine Plexiglasscheibe, eine Gelatineplatte oder eine Plastiktüte (wie bei Alisa Burke hier oder bei Eva hier) ist. Allerdings lässt sich bei der Gelatineplatte wenig auf der Platte selbst machen, denn da besteht immer die Gefahr, die Platte kaputtzumachen, wenn ich mit Werkzeug drangehe.


Dieses Bild habe ich für mich "Brandenburger Tor" getauft ... 

Mittwoch, 3. Januar 2018

Gartenbuch

Das Gartenbuch nach der Bindung von Alisa Golden, das ich hier gezeigt habe, hat ein paar Fragen aufgeworfen. Deswegen zeige ich noch einige Fotos davon.


Hier kann man, wie ich finde, die Konstruktion sehr gut erkennen. Die (auf dünneres Papier) gemalten Bilder habe ich zunächst (einseitig!) auf roten und blauen Bastelkarton geklebt. Diesen dann zurechtgeschnitten und die einzelnen Blätter mittig gefalzt. Zuerst werden die gefalzten und exakt übereinandergelegten "Lagen" (die ja eigentlich keine Lagen sind sondern nur aus einem gefalzten Blatt bestehen) am Rücken verleimt. Sobald der Leim trocken ist, werden die Seiten zusammengeklebt. Dann hat man etwas, was an ein dickes Pappbilderbuch für Kinder erinnert.
 

Der Umschlag besteht auch aus Bastelkarton (gelb), den ich hier mit einer Lage Elefantenhaut kaschiert habe. Der Umschlag ist so bemessen, dass er Vorderseite, Rücken, Rückseite umfasst. Ohne Überstand. Er wird auf ganzer Fläche an der ersten und der letzten "Lage" festgeklebt. NICHT am RÜCKEN! Ganz wichtig. Der Trick ist, dass vor dem Ankleben des Umschlags hinten drei Falze reinkommen, von innen gesehen zwei Talfalzen und genau in der Mitte dazwischen eine Bergfalz, die sich, wie man sieht, nach innen faltet und es überhaupt ermöglicht, das Buch aufzuklappen.
Uff. Ist das so jetzt verständlich und nachvollziehbar, liebe Tabea?

Und jetzt noch ein paar Fotos von innen drin:






Montag, 1. Januar 2018

Auf ein Neues

Gestern war einfach kein Licht zum Fotografieren, deswegen zeige ich die letzten Projekte aus dem vergangenen Jahr erst heute.


Aus Blättern und Bögen, die ich im Laufe des Jahres bemalt hatte, sind noch drei Künstlerbücher entstanden, die für mich das künstlerische Jahr perfekt abrunden.


Nach einer Anleitung von Alisa Golden, die ich hier auf ihrem Blog gefunden habe, entstand aus diesen bunten Blättern aus dem Mai so etwas wie ein Garten-Buch.



Der lange Streifen Papier, den ich hier bekritzelt habe, wurde zu einem eleganten schmalen Bändchen im roten Kartonumschlag.



Und die bunten Probestreifen für die Adventspost von hier reichten gerade für so ein kleines, fröhliches Streifending mit Click-Binding-Ringbindung (ich besitze auch den dazugehörigen Clickman, aber da ich Lücken zwischen den Löchern haben wollte, musste ich händisch bohren).


Das schließt mein Jahr wunderbar ab. 

Ich danke allen, die hier ab und zu vorbeischauen 

und auch schon mal einen Kommentar hinterlassen. 

 

Ich wünsche Euch und Ihnen 

ein kreatives, fröhliches und gesundes neues Jahr. 

 

Wir sehen uns!