Dienstag, 10. Oktober 2017

Perspektive verstehen - mit Verlosung

Im Frühjahr habe ich es übersetzt, inzwischen ist es im dpunkt Verlag erschienen: Perspektive verstehen von Stephanie Bower - eine, wie ich finde, sehr verständliche und vor allem gut gegliederte Einführung in  diese für mich eher schwierige Materie. Da ist alles drin, was man zum Zeichnen draußen braucht.


Hier habe ich ja schon einmal eine Zeichnung gezeigt, die perspektivisch total verhauen war. Inzwischen bin ich mit Stephanie Bowers Buch noch mal raus und habe neu angesetzt.


Der Weg zum Friedhofstor in Christiansfeld (Dänemark)

Torhaus in Seedorf

Durchgang des Torhauses

Gutshaus Seedorf

Also, ehrlich, ich tue mich schwer. Ich sitze, schaue, halte den Bleistift auf Armeslänge hierhin und dorthin, vergleiche Winkel und Proportionen, ziehe Linien, verwerfe sie, fange wieder neu an ... 

Wie haltet Ihr das? Welche Erfahrungen macht Ihr damit beim Zeichnen und Malen? Ist es Euch wichtig? Oder eher nicht? 

Unter allen, die bis zum Mittwoch, 18.10.2017, 23.59 Uhr, hier einen Kommentar hinterlassen, verlose ich mit freundlicher Unterstützung des dpunkt Verlags ein Exemplar des oben gezeigten Buches.


Ich verschwinde jetzt für eine Woche zum Wandern. Fliehe - auch (gutes Timing) - vor der Baustelle gegenüber. Der Wir-rütteln-Dir-11-Stunden-am-Tag-den-Verstand-aus-der-Birne-Baustelle. Hoffentlich haben sie fertig gerüttelt, wenn ich wieder da bin. Drückt mir die Daumen. Dann poste und kommentiere ich auch wieder öfter. Versprochen.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Drei-Tage-Projekt

Drei Tage habe ich gebraucht. Der erste Tag verging mit dem Sichten von Schnittmustern: Bücher durchforstet, im Netz gesucht. Eine Schultertasche sollte es sein. Aber nicht zu klein. Diese und jene in Erwägung gezogen, wieder verworfen. Am Ende habe ich mich für Juniz entschieden.  Also Schnittmuster bestellt, bezahlt, runtergeladen und zusammengeklebt.


Zweiter Tag: Als ich alles zusammengeklebt hatte, dämmerte mir, dass 38 x 28 cm für mich eigentlich zu groß sind. Ich muss ja keine Aktenordner darin herumschleppen. Also alle Teile in der Breite um 5 cm und in der Höhe um 3 cm gekürzt. In den Stoffkisten ein paar passende Stoffe rausgesucht und zurechtgeschnitten und auf die Hälfte der Teile Vlies aufgebügelt. Und noch mal losgefahren, um Gurtband und Schnallen zu besorgen.


Dritter Tag: Nähen. Sie hat ziemlich viele Teile, diese Tasche, da kommen etliche Schichten Stoff unter die Nadel.

 Abmessen der Fächer für die Innentasche.

Das sieht ja schon ganz gut aus. 

Die Schnallen mit den Reflektoren hat der Schuster mir aus einer Kleinteile-Kiste gekramt. Sie waren von einem Schulranzen oder einer Kindergartentasche abgeschnitten, die Kunstlederreste waren noch dran ...

So sieht sie innen aus.

 Ich bin mächtig stolz, auch wenn nicht alle Nähte ganz gerade sind ...


Donnerstag, 28. September 2017

von kleinen und großen Büchern

Zwei kleine Bücher sind diese Woche entstanden. Ein Wellenschaum-Leporello und ein Kritzelbuch.


Das Leporello (11,5 x 10 x 1cm) ist ganze 2,20 Meter lang. Alte Buchseiten mit Gelatinedruck, die Rückseite aus Transparentpapier mit Kritzeleien.



Die Seiten des Kritzelbuchs (11 x 8 x 2 cm) bestehen aus alten Buchseiten, die ich mit Acrylfarben und Gesso kaschiert habe.





Und dann war da noch dieses 4,5 kg-Schwergewicht. Der Auftrag war klar. Und ich hab ihn auch angenommen. Und die Ausführung dann sehr lange vor mir hergeschoben. Monate ...


Als es endlich ans Auseinanderschneiden ging, war ich ganz schön aufgeregt.  Aus diesen beiden Teilen also erst einmal eins machen.


Rücken von Kapitalbändchen, Papier und Gaze befreien. Ausrichten. Viele Schnitte kreuz und quer darüber, damit der Leim was zu greifen hat.


 Leim, Gaze, Lesebändchen, Papierstreifen. Anziehen lassen.


Beim dicken Rest genauso. Hier harren sie der weiteren Verarbeitung.



Und so sehen die fertigen Schätzchen aus. Es ist gelungen. Uff.





Dienstag, 26. September 2017

Rural Sketching



Gestern war ideales Wanderwetter. Skizzenbuch eingepackt, und los ging's, 13 km durch Wald und Wiesengelände. 2 Rehe, 3 Ponys, mindestens 15 große und kleine Kaninchen, Kraniche, Enten, die Waldvögel und Kühe nicht gezählt. Sehr entspannend das Ganze. Koloriert habe ich später zu Hause.

Sonntag, 24. September 2017

Niki

Am Donnerstag war ich in einer Ausstellung über Niki de Saint Phalle. Unter anderem waren dort Kleinplastiken zu sehen, Entwürfe für die Skulpturen im Tarot-Garten. Sehr witzig fand ich eine drehende Nana, die sich aber leider nicht drehte, weil der Stecker nicht eingesteckt war.

 Fineliner, Buntstifte, Aquarellfarben im Skizzenbuch

Ich wusste bisher nicht viel über die Künstlerin. Das Einzige, was ich je gesehen habe, ist der Brunnen vor dem Centre Pompidou. Hier gibt es einen sehr informativen Film, der mir die Künstlerin und ihr Werk ein bisschen besser erschließt.

Und daheim noch ein bisschen gedruckt.

 Gelatinedruck auf alter Buchseite

Die "Schablone" ist ein Stück von einem Heuballen-Netz, das ich vorletzten Sommer auf der Wiese gegenüber aufgelesen habe. Mir gefällt das Zusammenspiel von dicken und dünnen Fäden, die sich ganz unterschiedlich arrangieren lassen.
 

Freitag, 22. September 2017

Kritzeln

mit Chinatusche auf Zeichenpapier von der Rolle. Dicker Pinsel, feiner Pinsel, fließen, tropfen, spazieren gehen. Behutsam ein paar Kritzel mit Wachspastellkreiden, ein paar magentafarbene Tropfen.

  1,30 x 0,45 Meter purer Spaß

Mit einem quadratischen Passepartout ein paar Details herausgeholt: 








Und da draußen ziehen andere Kreaturen ihre Spuren:


 

Montag, 18. September 2017

Im kalten Blau

 entfaltet sich hier fast so etwas wie eine Gletscherlandschaft.

Tusche, Ölpastellkreiden, Acrylfarben auf farbigem Karton

Ich war fast die ganze Woche abgetaucht, um mich ganz intensiv mit Diane Culhane zu beschäftigen. Aber zwischendurch hatte ich an einem (leider) verregneten Nachmittag sehr netten Besuch von meiner bloggenden Namensvetterin. Sie hat Blumen mitgebracht, und die tun heute in der Vormittagssonne endlich das, was Sonnenblumen am besten können - leuchten.


Mein Kaffee war, zugegeben, zu stark ausgefallen (rabenschwarz sozusagen), aber das Gespräch war lebendig und inspirierend, und ich bin sehr froh, dass wir uns über Mailart und Bloggen kennengelernt haben. Danke, liebe Elvira, es war total schön, dass Du hier warst.

Mittwoch, 13. September 2017

spazieren

Die Arbeit an der Übersetzung von Diane Culhanes Buch (s. hier) führt dazu, dass ich immer mal wieder etwas ausprobiere. Hier darf in Anlehnung an Paul Klee ein Punkt über die Seite spazieren.

 Weißer Gelstift und Buntstifte auf Packpapier
 
 Wasserfarben und Buntstifte im Kritzelbuch

Buntstifte auf grauem Papier (mit Gesso geweißelt)

Zur Nachahmung wärmstens empfohlen!

Montag, 11. September 2017

Aarhus

Ein langes Kulturwochenende in Aarhus. Von Diane Culhane habe ich die Anregung aufgegriffen, auf Post-its zu kritzeln (z.T. nachträglich ein wenig koloriert). Das hat mir in diesen drei Tagen sehr viel Spaß gemacht.


Erster Halt MOMO -  Moesgaard Museum.  Der Ausblick an diesem Tag war bescheiden, aber die Architektur des Gebäudes ist der Hammer. Eigentlich kann man vom Dach das Meer sehen. Am Freitagvormittag leider nicht ...



Campingplatz mit Meerblick. Mittags endlich Sonne. Am Samstag zu Aros. Wie das so ist mit Museen, alles viel zu viel: zu viele Exponate, zu viele Eindrücke, zu viele Räume, Bilder, Videoinstallationen, Treppen, Menschen -- nach zwei Stunden war ich platt. Aber sehr beeindruckend. Innen wie außen. Tolle Ausstellungen, einen zweiten, dritten und vierten Besuch auf jeden Fall wert.



Auf dem Rainbow Walk wurde mir ein bisschen übel. Dass die Welt so in Farben taucht, wenn man hindurchgeht, war wohl für meine Augen und meine vom vielen Gucken und Verarbeiten inzwischen arg strapazierten Hirnzellen nicht mehr zu bewältigen.



Am Sonntag auf der Fahrt durch die Stadt noch einen tollen Blick erhascht. 


Ja, am Sonntagmorgen schien die Sonne. Später dann nicht mehr. Botanischer Garten mit Palmenhaus. Sehr heiß. 


In einem Baum mit ausladenden Ästen hing Kunst.


Und was in diesen Vitrinen zu sehen war, hat mir auch gefallen, die Wunderkammer von Karin Lorentzen. 


Ich glaube, sie taucht Blätter in dünnflüssigen Gips. Hat was. 

Auf dem Heimweg dann noch ein Abstecher nach Christiansfeld. Absolute Reißbrettarchitektur, 1773 gegründet als Siedlung der Herrenhuter Brüdergemeine.  


Auf der Suche nach dem Grabmal der Kammerherrin Christina Friederica von Holstein (1741–1812) im dichten Wald der kleinen "Park"anlage Christinero bin ich dann zum x-ten Mal in diesen drei Tagen patschnass geworden. Oje. Aber schee war's scho.